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Sonntag, 16. März 2008
Erster zweiter Eindruck
stefan ulrich, 08:49h
2 März
… Nach einem äußerst entspannten Flug bin ich sicher und unbeschadet im Reich der Mitte gelandet. Mein erster Eindruck ist natürlich ganz anders als erwartet. Wer jetzt meint ich wäre überrumpelt gewesen von all den fremden Eindrücken und Menschenmassen könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Gähnende Leere auf dem Flughafen. Keine Millionen von Chinesen, kein Chaos, kein Nichts.
Nach 10 Minuten durch endlose Flughafenhallen, folgt die Fahrt mit dem „Maglev“ einer Magnetschwebebahn –übrigens made in Germany-. Mit entspannten 437 km/h geht es Richtung Innenstadt. Ab da bringt mich ein Taxi zu der Adresse meines Chefs bei dem ich Übergangsweise unterkommen werde bis ich eine eigene Wohnung gefunden habe. Die Adresse steht auf einem kleinen Ausdruck, natürlich in Chinesisch- und ich habe das Gefühl das dieses kleine Stück Papier das Einzige ist was mich vor dem Verloren gehen in dieser 17 Millionen Menschen Metropole schützt. Hört sich sehr theatralisch an… war es auch.
Man sagt ja es gibt nur eine Chance für einen ersten Eindruck. Mein Chef öffnet mir die Tür in Jogginghose und Addiletten. Hmmm.
Seine Freundin liegt noch im Bett weswegen ich etwas derangiert im Flur/Küche stehen bleibe. Die Wohnung liegt im Erdgeschoss eines 4-Stöckigen Hauses , ist etwas achtlos eingerichtet, ein paar leere Bierflaschen, ein Stapel DVD´s auf dem Fernseher, der auf der Waschmaschine steht, die in einer Blechkiste steht…!?
Ganz nonchalant biete ich Sebastien an allein eine Runde um den Block zu drehen, um ihm und seiner Freundin Zeit zu geben sich zu ordnen und …naja und überhaupt.
Also so eine Runde um den Block hatte ich auch noch nicht. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll zu beschreiben. Der liebe Onkel Heraklit hat mal gesagt: “Panta rhei - Alles fliesst“. Nichts trifft mehr auf diese Stadt zu. Menschen kommen und gehen in einem ständigen Strom, es sind nicht so viele wie man denkt… aber es ist einfach alles ständig in Bewegung. Das was am Flughafen überraschenderweise fehlte ist dafür hier in der Stadt in vollem Gange. Eine riesige Durchgangshalle mit Menschen in Bewegung. Jeder kommt irgendwo her, alle gehen irgendwo hin. Eine unglaubliche Dynamik und Unruhe.
Ich bin fast ein bisschen froh als ich nach einer halben Stunde wieder die Wohnung erreiche und mein Chef mir erneut die Tür öffnet, diesmal in schwarzen Jeans, T-Shirt und Jacket. Und ich sage: Es gibt immer eine Chance für einen zweiten ersten Eindruck.

… Nach einem äußerst entspannten Flug bin ich sicher und unbeschadet im Reich der Mitte gelandet. Mein erster Eindruck ist natürlich ganz anders als erwartet. Wer jetzt meint ich wäre überrumpelt gewesen von all den fremden Eindrücken und Menschenmassen könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Gähnende Leere auf dem Flughafen. Keine Millionen von Chinesen, kein Chaos, kein Nichts.
Nach 10 Minuten durch endlose Flughafenhallen, folgt die Fahrt mit dem „Maglev“ einer Magnetschwebebahn –übrigens made in Germany-. Mit entspannten 437 km/h geht es Richtung Innenstadt. Ab da bringt mich ein Taxi zu der Adresse meines Chefs bei dem ich Übergangsweise unterkommen werde bis ich eine eigene Wohnung gefunden habe. Die Adresse steht auf einem kleinen Ausdruck, natürlich in Chinesisch- und ich habe das Gefühl das dieses kleine Stück Papier das Einzige ist was mich vor dem Verloren gehen in dieser 17 Millionen Menschen Metropole schützt. Hört sich sehr theatralisch an… war es auch.
Man sagt ja es gibt nur eine Chance für einen ersten Eindruck. Mein Chef öffnet mir die Tür in Jogginghose und Addiletten. Hmmm.
Seine Freundin liegt noch im Bett weswegen ich etwas derangiert im Flur/Küche stehen bleibe. Die Wohnung liegt im Erdgeschoss eines 4-Stöckigen Hauses , ist etwas achtlos eingerichtet, ein paar leere Bierflaschen, ein Stapel DVD´s auf dem Fernseher, der auf der Waschmaschine steht, die in einer Blechkiste steht…!?
Ganz nonchalant biete ich Sebastien an allein eine Runde um den Block zu drehen, um ihm und seiner Freundin Zeit zu geben sich zu ordnen und …naja und überhaupt.
Also so eine Runde um den Block hatte ich auch noch nicht. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll zu beschreiben. Der liebe Onkel Heraklit hat mal gesagt: “Panta rhei - Alles fliesst“. Nichts trifft mehr auf diese Stadt zu. Menschen kommen und gehen in einem ständigen Strom, es sind nicht so viele wie man denkt… aber es ist einfach alles ständig in Bewegung. Das was am Flughafen überraschenderweise fehlte ist dafür hier in der Stadt in vollem Gange. Eine riesige Durchgangshalle mit Menschen in Bewegung. Jeder kommt irgendwo her, alle gehen irgendwo hin. Eine unglaubliche Dynamik und Unruhe.
Ich bin fast ein bisschen froh als ich nach einer halben Stunde wieder die Wohnung erreiche und mein Chef mir erneut die Tür öffnet, diesmal in schwarzen Jeans, T-Shirt und Jacket. Und ich sage: Es gibt immer eine Chance für einen zweiten ersten Eindruck.

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irgendwo im nirgendwo
stefan ulrich, 08:41h
März 2, 2008
Da ich zu spät am Check in Schalter erschienen bin, habe ich den letzten Platz in Reihe 65 bekommen. Direkt neben der Toilette, ein grandioser Start in das halbe Jahr was vor mir liegt. Das intervallhaft-aggressive Saugen aus dem Klo hält mich wach. Ich denke über schlaue Sachen nach, z.B. wie viel Kerosin das Flugzeug weniger verbrauchen würde, wenn alle Passagiere gezwungen wären VOR dem Flug auf Toilette zu gehen.
3441 Meilen habe ich bereits in Sitzreihe 65 –knapp neben der Toilette- verbracht. 2383 liegen noch vor mir. Ich hänge irgendwo im nichts, irgendwo über Russland oder der Mongolei, wer weiß das schon.
Die letzte Reihe im Flugzeug, ist nach den eigenen vier Wänden der sicherste Platz wenn das Flugzeug abstürzt. Abgesehen von meiner deutlich erhöhten Überlebenschance, hat der Platz jedoch keinerlei weitere Vorteile. Zum einen geht das Licht hier hinten nicht aus, hat man es aber dennoch dazu gebracht kurz einzunicken, weckt ein garantiert die illustre Geräuschkulisse von Chinesen auf der Toilette. Da kann man schon mal das Hochschniefen mit der Runterspülen der Klospülung verwechseln.
Noch 4 Stunden und 23 Minuten –ich werd wahnsinnig!

Da ich zu spät am Check in Schalter erschienen bin, habe ich den letzten Platz in Reihe 65 bekommen. Direkt neben der Toilette, ein grandioser Start in das halbe Jahr was vor mir liegt. Das intervallhaft-aggressive Saugen aus dem Klo hält mich wach. Ich denke über schlaue Sachen nach, z.B. wie viel Kerosin das Flugzeug weniger verbrauchen würde, wenn alle Passagiere gezwungen wären VOR dem Flug auf Toilette zu gehen.
3441 Meilen habe ich bereits in Sitzreihe 65 –knapp neben der Toilette- verbracht. 2383 liegen noch vor mir. Ich hänge irgendwo im nichts, irgendwo über Russland oder der Mongolei, wer weiß das schon.
Die letzte Reihe im Flugzeug, ist nach den eigenen vier Wänden der sicherste Platz wenn das Flugzeug abstürzt. Abgesehen von meiner deutlich erhöhten Überlebenschance, hat der Platz jedoch keinerlei weitere Vorteile. Zum einen geht das Licht hier hinten nicht aus, hat man es aber dennoch dazu gebracht kurz einzunicken, weckt ein garantiert die illustre Geräuschkulisse von Chinesen auf der Toilette. Da kann man schon mal das Hochschniefen mit der Runterspülen der Klospülung verwechseln.
Noch 4 Stunden und 23 Minuten –ich werd wahnsinnig!

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Mama Berlin und Hure Shanghai
stefan ulrich, 08:38h
Dezember 26, 2007
“Hure des Orients, Paris des Ostens, Stadt des schnellen Reichtums, illegaler Gewinne und im Handumdrehen verlorener Vermögen, Domäne der Abenteurer, Betrüger, Zocker, Drogenkuriere, Manager, Missionare, Gangster und kleinen Zuhälter, Stadt des Aufruhrs und der Straßentänze, als sich die Revolution ihren Weg in die Stadt freischoss:” Lonely Planet -Shanghai
…hört sich an wie Berlin/Neukölln, …s´passt schon!
“Hure des Orients, Paris des Ostens, Stadt des schnellen Reichtums, illegaler Gewinne und im Handumdrehen verlorener Vermögen, Domäne der Abenteurer, Betrüger, Zocker, Drogenkuriere, Manager, Missionare, Gangster und kleinen Zuhälter, Stadt des Aufruhrs und der Straßentänze, als sich die Revolution ihren Weg in die Stadt freischoss:” Lonely Planet -Shanghai
…hört sich an wie Berlin/Neukölln, …s´passt schon!
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heute hier morgen dort...
stefan ulrich, 08:37h
Dezember 26, 2007
nachdem vor einigen tagen die letzte hürde für meinen aufenthalt in shanghai gefallen ist, steht jetzt fest: ich bin von begin märz 08 bis ende august 08 in shanghai. viel spass beim lesen meiner (hoffentlich täglichen) einträge.
nachdem vor einigen tagen die letzte hürde für meinen aufenthalt in shanghai gefallen ist, steht jetzt fest: ich bin von begin märz 08 bis ende august 08 in shanghai. viel spass beim lesen meiner (hoffentlich täglichen) einträge.
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SAVETY FIRST!
stefan ulrich, 08:30h
Freie Meinungsäußerung in China… naja… ein Kabarettist sagte mal die Chinesen würden gerne unseren Stahl importieren, aber nicht die Menschenrechte. Ist ne schwierige Kiste und ich bin nicht in der Lage profund meinen Senf dazu abzugeben, nur soviel: Das mein erster Blog nicht von mir bedient werden konnte, ist eben der oben erwähnten Problematik zu verdanken. Ich hatte schlicht keinen Zugriff auf die Internetseite.
TOR ist eine Software die mir ermöglicht Sperren der chinesischen Regierung zu umgehen. So kann ich jetzt wieder auf Wikipedia zugreifen, mich über Free-Tibet Initiativen erkundigen und mein Blog schreiben. Sorry für die Verspätung, hier also sämtliche –auch nachgereichte Einträge:
TOR ist eine Software die mir ermöglicht Sperren der chinesischen Regierung zu umgehen. So kann ich jetzt wieder auf Wikipedia zugreifen, mich über Free-Tibet Initiativen erkundigen und mein Blog schreiben. Sorry für die Verspätung, hier also sämtliche –auch nachgereichte Einträge:
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